(zu alt für eine Antwort)
Fleischmann Drehscheibenmotor
Holger Hoffmann
2004-07-10 08:33:06 UTC
Hallo,

Ich hatte vor ein paar Wochen das Glück gehabt günstig an eine Defekte
Drehscheibe heran zu kommen. Ist eine Fleischmann 6052. Beim testen dieser
hat mein Labornetzteil leider die vollen 5A rübergejagt. Bis ich die
Rauchzeichen von unter der Bühne kommend sah, war der Motor auch schon hin.
Da hat mal wieder einer den kompletten Motor in Öl ersoffen.
Nun wollte ich den Motor, weil eine Seite der Kühlenbürstenhalterung mit
Kohlebürste und Feder weggeglüht ist ersetzen.
Im Modellbahnladen hier um die Ecke wollten die doch glatt 43,50 Euronen
dafür haben!
Wieso warum weshalb?
Ich währe ja bereit gewesen bis 15.- Euronen zu berappen, aber das ist ja
extremer Wucher. Dafür habe ich ja eine komplette Drehscheibe bei E**y
bekommen.
Kennt jemand eine andere Lösung wie ich an einen Motor rankomme. Zu dem
Preis kann man sich ja schon einen Faulhaber einbauen, und der ist dann
wenigstens Leise!
Wer hat da Erfahrungen?


mfg,
Holger Hoffmann
www.modellbahn-bastler.de
Kurt Harders
2004-07-10 08:55:41 UTC
Hallo Holger,
Post by Holger Hoffmann
Kennt jemand eine andere Lösung wie ich an einen Motor rankomme.
Zu dem Preis kann man sich ja schon einen Faulhaber einbauen,
und der ist dann wenigstens Leise!
Wer hat da Erfahrungen?
Ich habe wegen einiger fehlender Teile einiger Loks eine freundliche
Mail an Fleischmann geschickt. Nach ca. 1 Woche war dann eine Mail
mit Preisen da, und man konnte die Teile bestellen (Vorkasse). Nach
insgesamt ca. 3 Wochen waren die Teile dann da. Ist das eine Lösung?

Gruss, Kurt
--
MBTronik
Kurt Harders Modellbahnelektronik
http://www.mbtronik.de
Holger Hoffmann
2004-07-10 09:58:04 UTC
Hallo,
Post by Kurt Harders
Ich habe wegen einiger fehlender Teile einiger Loks eine freundliche
Mail an Fleischmann geschickt. Nach ca. 1 Woche war dann eine Mail
mit Preisen da, und man konnte die Teile bestellen (Vorkasse). Nach
insgesamt ca. 3 Wochen waren die Teile dann da. Ist das eine Lösung?
Naja, ich habe bei mir im Laden die Preisliste für Ersatzteile von
Fleischmann selbst gesehen. War Preisgruppe 56 glaube ich.
Habe ja auch schon öfters kleinteile bestellt und erhalten, die liegen ja
immer im recht billigen Bereich. Aber sobald es größer wird bekommt man
probleme. Deshalb suche ich ja nach einer Alternative. Ein Motor wie dieser
kostet ja woanders keine 10.- Euronen. Eine 1016er Faulhaber kostet ja nur
33,50 Euronen, da bin ich gerade am überlegen ob man den einbauen kann,
weil dann ist die Drehscheibe hoffentlich leiser.

mfg,
Holger Hoffmann
www.modellbahn-bastler.de
Armin Muehl
2004-07-10 11:45:58 UTC
On Sat, 10 Jul 2004 11:58:04 +0200, Holger Hoffmann
Post by Holger Hoffmann
Deshalb suche ich ja nach einer Alternative. Ein Motor wie dieser
kostet ja woanders keine 10.- Euronen.
Der dort verwendete Motor erinenrt einen an die Grabbelkiste bei
Voelkner, wo man einst solche Motoren fuer 0,95DM anbot :-)
Post by Holger Hoffmann
Eine 1016er Faulhaber kostet ja nur
33,50 Euronen, da bin ich gerade am überlegen ob man den einbauen kann,
weil dann ist die Drehscheibe hoffentlich leiser.
Der sollte passen. SB bietet auch einen Umbausatz an. Aber der kostet
auch 74 Euronen.

Armin
--
Armin Muehl
http://www.museumsstellwerk.de (Museumsstellwerk Rheine e.V.)
http://www.muehlenroda.de (Muehl privat)
http://de.geocities.com/anschlussbahn (Modellbahnbilder)
Holger Hoffmann
2004-07-10 11:44:37 UTC
Hallo,
Post by Armin Muehl
Der dort verwendete Motor erinenrt einen an die Grabbelkiste bei
Voelkner, wo man einst solche Motoren fuer 0,95DM anbot :-)
Richtig...
Deshalb finde ich ja die 43,50 Euronen als extremer Wucher...
Post by Armin Muehl
Post by Holger Hoffmann
Eine 1016er Faulhaber kostet ja nur
33,50 Euronen, da bin ich gerade am überlegen ob man den einbauen kann,
weil dann ist die Drehscheibe hoffentlich leiser.
Der sollte passen. SB bietet auch einen Umbausatz an. Aber der kostet
auch 74 Euronen.
Das kann man ja mit etwas geschick und Werkzeug selber machen...
Habe eben den Fleischmann auseinander genommen.
Er hat eine 1,4 mm Achse, die Rutschkupplungsschnecke hat etwas spiel. Der
Faulhaber 1016 hat eine 1,5 mm Achse, könnte also fest auf dieser sitzen.
Jetzt bin ich nur am überlegen was passiert wenn der Faulhaber Motor
mechanisch festgehalten wird. Wird er zu warm und brennt durch oder
verkraftet er das weil der Strom so gering ist.
Wenn er das nicht verkraften würde, müßte ich die Rutschkupplung wieder
funktionsfähig machen, aber auf einer 0,1 mm dickeren Achse. Vom Werkzeug
her hätte ich kein Problem, habe hier in diesen Bereich Bohrer im 0,05 mm
Abstand da.

mfg,
Holger Hoffmann
www.modellbahn-bastler.de
Peter Wagner
2004-07-10 13:11:41 UTC
Post by Holger Hoffmann
Jetzt bin ich nur am überlegen was passiert wenn der Faulhaber Motor
mechanisch festgehalten wird. Wird er zu warm und brennt durch oder
verkraftet er das weil der Strom so gering ist.
Der Strom geht hoch und der Käfigläufer brennt ab.
--
SchöNe Grüße aus WieN,

Peter Wagner
Spur N, DCC. Mitglied des Modelleisenbahnclub "Die 160er"
Armin Muehl
2004-07-11 00:33:24 UTC
On Sat, 10 Jul 2004 13:44:37 +0200, Holger Hoffmann
Post by Holger Hoffmann
Das kann man ja mit etwas geschick und Werkzeug selber machen...
Habe eben den Fleischmann auseinander genommen.
Er hat eine 1,4 mm Achse, die Rutschkupplungsschnecke hat etwas spiel. Der
Faulhaber 1016 hat eine 1,5 mm Achse, könnte also fest auf dieser sitzen.
Jetzt bin ich nur am überlegen was passiert wenn der Faulhaber Motor
mechanisch festgehalten wird. Wird er zu warm und brennt durch oder
verkraftet er das weil der Strom so gering ist.
Einfach einen Vorwiderstand einbauen. Der muss so gross ein, dass bei
Ueberlast nichts passiert. Also etwas experimentieren...

Armin
--
Armin Muehl
http://www.museumsstellwerk.de (Museumsstellwerk Rheine e.V.)
http://www.muehlenroda.de (Muehl privat)
http://de.geocities.com/anschlussbahn (Modellbahnbilder)
Holger Hoffmann
2004-07-11 07:24:04 UTC
Post by Armin Muehl
On Sat, 10 Jul 2004 13:44:37 +0200, Holger Hoffmann
Post by Holger Hoffmann
Das kann man ja mit etwas geschick und Werkzeug selber machen...
Habe eben den Fleischmann auseinander genommen.
Er hat eine 1,4 mm Achse, die Rutschkupplungsschnecke hat etwas spiel. Der
Faulhaber 1016 hat eine 1,5 mm Achse, könnte also fest auf dieser sitzen.
Jetzt bin ich nur am überlegen was passiert wenn der Faulhaber Motor
mechanisch festgehalten wird. Wird er zu warm und brennt durch oder
verkraftet er das weil der Strom so gering ist.
Einfach einen Vorwiderstand einbauen. Der muss so gross ein, dass bei
Ueberlast nichts passiert. Also etwas experimentieren...
Hmmm, warum ist mir das nicht früher eingefallen: ich habe einen defekten
Faulhaber 1016er mit einer defekten Wicklung herum zu liegen. Mit dem habe
ich mal viel herum experimentiert. Hing direkt an meinem Labornetzteil mit
12V und 5A. Habe mit einer Zange den Motor festgehalten um zu sehen wann er
sich drehen will und wann nicht, weil ich erst an Kontaktschwierigkeiten am
Anker glaubte. Da sind keine weiteren Spulen durchgebrannt. Der liegt jetzt
irgendwo in einer Bastellkiste versteckt. Den könnte ich ja provisorisch
einbauen, muß eben nur immer per Hand andrehen wenn er auf der defekten
Spule stehengeblieben ist. Wenn er läuft, dann läuft er weiter.

mfg,
Holger Hoffmann
www.modellbahn-bastler.de
Arnold Huebsch
2004-07-11 08:26:41 UTC
Post by Armin Muehl
Post by Holger Hoffmann
Jetzt bin ich nur am überlegen was passiert wenn
der Faulhaber Motor mechanisch festgehalten wird. Wird er zu warm
und brennt durch oder verkraftet er das weil der Strom so gering ist.
Einfach einen Vorwiderstand einbauen. Der muss so gross ein, dass bei
Ueberlast nichts passiert. Also etwas experimentieren...
Ich würd da eher zu einem Polyswitch raten. Das sind diese "elektronischen
Sicherungen". Das Ding bleibt niederohmig, der Motor kann also normal
arbeiten. Es fällt keine Spannung an ihm ab die das Arbeiten des Motors
verändern würde. Wenn der Strom zu hoch wird schaltet das Ding ab. Nach
Behebung des Fehlers geht alles wieder. Polyswichtes gibt es mit
unterschiedlichsten Ansprechströmen von wenigen mA bis zu ein paar Amperre.

Im Fall der Drehscheibe, läuft der Motor gegen einen Widerstand, schaltet
der Polyswitch ab, und der Motor ist geschützt. Nimmt man den Saft weg,
schaltet der Polyswitch nach kurzer Zeit wieder ein und man kann weiter
arbeiten.
--
|[#]| . \=/ Arnold Hübsch
|[_]|--/^\--H<| http://www.huebsch.at/train
|_ _________ \ http://amw.huebsch.at
_o (x)-(x)-/oo\\___ http://www.waschzettel.at
Holger Hoffmann
2004-07-11 09:20:10 UTC
Hallo,
Post by Arnold Huebsch
Ich würd da eher zu einem Polyswitch raten. Das sind diese "elektronischen
Sicherungen". Das Ding bleibt niederohmig, der Motor kann also normal
arbeiten. Es fällt keine Spannung an ihm ab die das Arbeiten des Motors
verändern würde. Wenn der Strom zu hoch wird schaltet das Ding ab. Nach
Behebung des Fehlers geht alles wieder. Polyswichtes gibt es mit
unterschiedlichsten Ansprechströmen von wenigen mA bis zu ein paar Amperre.
Im Fall der Drehscheibe, läuft der Motor gegen einen Widerstand, schaltet
der Polyswitch ab, und der Motor ist geschützt. Nimmt man den Saft weg,
schaltet der Polyswitch nach kurzer Zeit wieder ein und man kann weiter
arbeiten.
Habe mal eben bei Faulhaber die Daten zum 1016 bei 12V rausgesucht.
Anschluß Widerstand 95 Ohm
Leerlaufstrom 0,004 Ampere
Anhaltemoment 0,82 mNm
Stromkonstante 0,149 A/mNm
Termisch zulässiger Dauerstrom 0,08 A

Wenn ich das jetzt richtig sehe fließen beim Mechanischen festhalten des
Motors: 0,82 mNm * 0,149 A/mNm = 0,122 A

Ist ja nicht sehr viel über das maximal erlaubte. Da die Drehscheibe den
Motor ja nur bei erreichen einer Stellung stoppt und sofort ausschaltet,
könnte man doch ohne Schutz auskommen?


mfg,
Holger Hoffmann
www.modellbahn-bastler.de
Dirk Flackus
2004-07-11 15:43:18 UTC
Post by Arnold Huebsch
Post by Armin Muehl
Post by Holger Hoffmann
Jetzt bin ich nur am überlegen was passiert wenn
der Faulhaber Motor mechanisch festgehalten wird. Wird er zu warm
und brennt durch oder verkraftet er das weil der Strom so gering ist.
Einfach einen Vorwiderstand einbauen. Der muss so gross ein, dass bei
Ueberlast nichts passiert. Also etwas experimentieren...
Ich würd da eher zu einem Polyswitch raten. Das sind diese "elektronischen
Sicherungen".
SNIP erklärung
Post by Arnold Huebsch
Im Fall der Drehscheibe, läuft der Motor gegen einen Widerstand, schaltet
der Polyswitch ab, und der Motor ist geschützt. Nimmt man den Saft weg,
schaltet der Polyswitch nach kurzer Zeit wieder ein und man kann weiter
arbeiten.
Hallo Arnold,
mir wäre die
a) zu langsam. Weil die Arbeiten Thermisch und lassen daher "ewige Zeiten"
eine über dem Abschaltstrom liegenden Strom fliessen. Ich sehe die Dinger
als
reinen abfackelschutz für die (Zu-) Leitung.

b) zu ungenau.

c) Speziell bei dem geringen Strom den dr Fauli braucht, dürfte es zudem
schwer sein
einen passende Typ zu bekommen.

Übrigens sollte man beachten das bei den Multifuses die zulässige Spannung
über
der Sicherung begrenzt ist. (Weil das die Halteverlustleitung beschreibt und
die ist
begrenzt). Weil das Ding heizt sich selbst im Kurzschlußfall und
bleibt daher hochohmig.

Gruß aus Rastatt
Dirk Flackus
Post by Arnold Huebsch
--
|[#]| . \=/ Arnold Hübsch
|[_]|--/^\--H<| http://www.huebsch.at/train
|_ _________ \ http://amw.huebsch.at
_o (x)-(x)-/oo\\___ http://www.waschzettel.at
Arnold Huebsch
2004-07-11 16:08:17 UTC
Post by Dirk Flackus
Post by Arnold Huebsch
Ich würd da eher zu einem Polyswitch raten. Das sind diese
"elektronischen Sicherungen".
a) zu langsam. Weil die Arbeiten Thermisch und lassen daher "ewige
Zeiten" eine über dem Abschaltstrom liegenden Strom fliessen. Ich
sehe die Dinger als reinen abfackelschutz für die (Zu-) Leitung.
Ich denk' 0,5 Sekunden sollt der Fauli das schon packen oder?
Post by Dirk Flackus
b) zu ungenau.
Was meinst Du mit ungenau? Will nicht polemisch werden aber wo ist die
Ungenauigkeit bei abschalten?

Wenn der Motor blockiert dann geht der Strom auf ein vielfaches des
Normalbetriebs. Wenn der Polyswitch zB 100mA kann, und der Motor
blockiert und viel mehr als die 100mA zu ziehen versucht, dann schaltet
der Polyswitch ab.
Post by Dirk Flackus
c) Speziell bei dem geringen Strom den dr Fauli braucht, dürfte es
zudem schwer sein einen passende Typ zu bekommen.
50mA, 100mA, 170mA, 200mA, 250mA, 300mA .... ja wenn das zu grob gestuft
sein sollte...
Post by Dirk Flackus
Übrigens sollte man beachten das bei den Multifuses die zulässige
Spannung über der Sicherung begrenzt ist. (Weil das die
Halteverlustleitung beschreibt und die ist begrenzt). Weil das Ding
heizt sich selbst im Kurzschlußfall und bleibt daher hochohmig.
Das Ding funktioniert nicht via Wärme sondern der Stromdichte im
Kristall.

Betriebsspannung ist mit 60V angegeben und sollte auch für die
Grobmotoriker der LGB Fraktion ausreichen :-)

Meine technischen Angaben hab' ich dem RS Components-Katalog entnommen. Die
findet man auch im WEB, auch da geben die die technischen Spec einigermaßen
brauchbar an.
--
|[#]| . \=/ Arnold Hübsch
|[_]|--/^\--H<| http://www.huebsch.at/train
|_ _________ \ http://amw.huebsch.at
_o (x)-(x)-/oo\\___ http://www.waschzettel.at
Dirk Flackus
2004-07-11 23:08:29 UTC
Hallo Arnold,
Post by Arnold Huebsch
Post by Dirk Flackus
Post by Arnold Huebsch
Ich würd da eher zu einem Polyswitch raten. Das sind diese
"elektronischen Sicherungen".
a) zu langsam. Weil die Arbeiten Thermisch und lassen daher "ewige
Zeiten" eine über dem Abschaltstrom liegenden Strom fliessen. Ich
sehe die Dinger als reinen abfackelschutz für die (Zu-) Leitung.
Ich denk' 0,5 Sekunden sollt der Fauli das schon packen oder?
Bei welcher Stromüberhöhung gilt der Zeitwert ?
Ich glaube nicht dass die Zeit für Nennstrom gilt.
Datenblatt aus Zeichnung (RXE 075 , 75 mA Typ):
15 A ergeben 0,5 Sek (wenn ich beim Ablesen
keine Fehler gemacht habe doppelt logarytmisch)
Ob der Fauli 500 ms den fast 200 Fachen Thermischen
Maxstrom aushält ?
Und ob er den bei Stillstand wirklich erreicht ?
(siehe unten).
Nach den Verbrennungsberichten von Holger, scheinen
die eher empfindlich zu sein.

Ich habe das Datenblatt (short) der RXE 075
75 mA bemüht. Da steht bei 3,75 A dauerts
6,3 Sekunden

Und es sind mindestens 1,5 A nötig um sie zum
Abschalten zu bewegen.
Post by Arnold Huebsch
Post by Dirk Flackus
b) zu ungenau.
Was meinst Du mit ungenau? Will nicht polemisch werden aber wo ist die
Ungenauigkeit bei abschalten?
Ich unterstelle den Dingern ein ähnliches Verhalten wie
Schmelzsicherungen oder magnetischen Sicherungen.

Genau ist z.B. eine elektronische Sicherung die mit OP eine
Spannungsabfall mißt und dann ein FF setzt.(Echte
elektronische Sicherung). Die ist dann auch
schnell (manchmal zu schnell => Anlaufstrom).
Alles andere physikalische dürfte mit dem Strom
bei dem der Abschaltprozess nun wirklich ausgelößt wird
a) im Prozent bereich schwanken
b) sehr von der "Vorgeschichte" abhänig sein. Sprich wenn
ich schon stunden kurz unter dem Maxstrom hänge lößt es
schneller aus als wenn seid Tagen nur Elektronen tröpfeln.
Und von der Umgebungstemperatur.
Post by Arnold Huebsch
Wenn der Motor blockiert dann geht der Strom auf ein vielfaches des
Normalbetriebs. Wenn der Polyswitch zB 100mA kann, und der Motor
blockiert und viel mehr als die 100mA zu ziehen versucht, dann schaltet
der Polyswitch ab.
Ich kenne die Faulis nicht genau. Habe aber aus den Berichten
den Eindruck gewonnen, die Werte von Normalstrom
und "Unangenehm" liegen nah bei einander und trotzdem hat
Abweichung nach oben sofort fatale Folgen. Aber eventuell
überschätze ich da die Gefahren auch.
Post by Arnold Huebsch
Post by Dirk Flackus
c) Speziell bei dem geringen Strom den dr Fauli braucht, dürfte es
zudem schwer sein einen passende Typ zu bekommen.
50mA, 100mA, 170mA, 200mA, 250mA, 300mA .... ja wenn das zu grob gestuft
sein sollte...
für 75 mA ist vielleicht die richtige RXE075. Oder an welche hast du gedacht
?

| Holger zitierte das Datenblatt mit:
| Habe mal eben bei Faulhaber die Daten zum 1016 bei 12V rausgesucht.
| Anschluß Widerstand 95 Ohm
| Leerlaufstrom 0,004 Ampere
| Anhaltemoment 0,82 mNm
| Stromkonstante 0,149 A/mNm
| Termisch zulässiger Dauerstrom 0,08 A

Also bräuchte man eine 80 mA Sicherung oder
eine 50 mA und muß sicherstellen, dass der
Betriebsstrom drunter liegt.

Holger schrieb auch:
| Wenn ich das jetzt richtig sehe fließen beim Mechanischen festhalten des
| Motors: 0,82 mNm * 0,149 A/mNm = 0,122 A

Wobei ich denke, dass die Denke unzulässig ist.
Bei Stillstann gilt wohl das Drehmoment (gemessen) aus dem
Datenblatt.
Die Stromkonstante 0,149 A/mNm dürfte aber eine Aproximation sein die
nur für einen Linearen Teil der Lastkurve gilt. Und Bei Stillstand verlasse
ich diesen Bereich da keine Gegen_EMK mehr entstehen kann.
(Denke ich zumindest mal). Also dürfte Arnold mit dem Vielfachen
Strom recht haben.
Post by Arnold Huebsch
Post by Dirk Flackus
Übrigens sollte man beachten das bei den Multifuses die zulässige
Spannung über der Sicherung begrenzt ist. (Weil das die
Halteverlustleitung beschreibt und die ist begrenzt). Weil das Ding
heizt sich selbst im Kurzschlußfall und bleibt daher hochohmig.
Das Ding funktioniert nicht via Wärme sondern der Stromdichte im
Kristall.
Ok, trotzdem macht das Ding Verlustleitung im abgeschalteten
Zustand. Im Datenblatt für die 75 mA sind das 920 mW.
(Eventuell ist das auch die Leistung bei I max, leider das
PDF zu schnell geschlossen, Die haben so um die 10 Ohm
im offenen Zustand).
Post by Arnold Huebsch
Betriebsspannung ist mit 60V angegeben und sollte auch für die
Grobmotoriker der LGB Fraktion ausreichen :-)
ACK.
Ich wollte nur verhindern, das einer gleich bis auf die Primärseite
seiner Trafos weiterdenkt.
Post by Arnold Huebsch
Meine technischen Angaben hab' ich dem RS Components-Katalog
entnommen. Die findet man auch im WEB, auch da geben die die
technischen Spec einigermaßen brauchbar an.
Das Datenblatt habe ich von RS runtergeladen. Anmelden ist ganz
einfach. Mal sehen was nun nachkommt.
www.rs-components.com
Unter poly switch suchen.


Im Papierkatalog stehen anscheinend nur Tabellenwerte.
(Und keiner weiß so recht wie die Meßmethode definiert ist.)
Ich habe vor den Poly switches schon mal die Diagramme
und Datenblätter für Haushaltssicherungsautomaten
(und AFAIR Schmelzsicherungen auch) vor die Augen
bekommen. War sehr aufschlußreich.
Der Nennstrom war AFAIK eher der Strom bei dem Sicher
noch nicht abgeschaltet wird, wenn er dauern ansteht. Die
Abschaltung brauchte dann doch einiges mehr um sich
durchzuringen.
Die klasischen Sicherungen sollen ja auch die Folgen von
Kurzschlüssen und nicht von Überlast verhindern. Und
Kurzschlüsse erhöhen den Strom dramatisch gegenüber
dem Nennstrom.

In diesem Sinne einen guten Start in die Woche
Wünscht

Dirk Flackus
Rastatt
Holger Hoffmann
2004-07-12 07:12:00 UTC
Hallo,
Post by Dirk Flackus
Nach den Verbrennungsberichten von Holger, scheinen
die eher empfindlich zu sein.
Die Original Fleischmann Ja, wenn man diese einölt. Dadurch sammelt sich
Kohlestaub an den Schleifkontakten an und verursachen bei einer gewissen
Menge einen Kurzschluss. Dann bekommt der Fleischmann Motor den vollen
Strom den das Netzteil liefern kann wenn es nicht abschaltet. Das dadurch
alles im Motor heiss wird kam es in meinem Fall dazu das sich die
Ankerkontaktbahnenplätchen sich ins Kunststoff eingedrückt haben. Damit
ergibt sich kein teilweise ein Eiförmiger Lauf der Schleifer. Der Motor
selber bei den Wicklungen ist OK. Dazu ist aber noch die Halterung der
Kohlebürsten ein wenig verschmorrt weil die Kontaktfeder mit dem Kohlestück
weggeglüht sind. Deshalb ist ein neuer Motor fällig.

Meine Versuche mit einen Faulhaber der ein Kontaktproblem hat sind dagegen
sehr gut verlaufen. Man kann den 1016 mechanisch festhalten ohne das er
durchbrennt. Und das ohne Strombegrenzung eines 1,2 - 12V Netzteil mit 5A.

mfg,
Holger Hoffmann
www.modellbahn-bastler.de
Ralph Timmermann
2004-07-12 10:10:58 UTC
Post by Holger Hoffmann
Meine Versuche mit einen Faulhaber der ein Kontaktproblem hat sind dagegen
sehr gut verlaufen. Man kann den 1016 mechanisch festhalten ohne das er
durchbrennt. Und das ohne Strombegrenzung eines 1,2 - 12V Netzteil mit 5A.
Hallo Holger,

ich denke auch, die Sache ist unkritisch. Immerhin wird (wenn der Rest
der Technik ordentlich arbeitet) der Motor abgeschaltet, bevor die
mechanische Sperre zuschlaegt - oder wenigstens gleichzeitig.

Frohes Basteln wuenscht
Ralph Timmermann
Wolfgang Hauser
2004-07-19 15:57:01 UTC
Post by Dirk Flackus
15 A ergeben 0,5 Sek (wenn ich beim Ablesen
keine Fehler gemacht habe doppelt logarytmisch)
Ob der Fauli 500 ms den fast 200 Fachen Thermischen
Maxstrom aushält ?
Und ob er den bei Stillstand wirklich erreicht ?
(siehe unten).
Den Polyswitch könnte man auch so klein wählen, daß er im
Normalbetrieb mit mehrfachem Nennstrom belastet wird. Ein
Drehscheibenmotor läuft ja im Normalfall nie länger als 20-30 Sekunden
am Stück, und es würde reichen, wenn die Sicherung in dieser Zeit
nicht anspricht.
Die große Unbekannte ist, wie Du schon ausgeführt hast, das
elektrische Verhalten des einzubauenden Motors.
Post by Dirk Flackus
Der Nennstrom war AFAIK eher der Strom bei dem Sicher
noch nicht abgeschaltet wird, wenn er dauern ansteht. Die
Abschaltung brauchte dann doch einiges mehr um sich
durchzuringen.
Ja, das ist auch bei anderen Sicherungstypen incl. den Automaten im
Haus so. Der Strom im Fehlerfall muß immer wesentlich den Nennstrom
übersteigen, damit die Sicherung schnell anspricht.
Werner Falkenbach
2004-07-19 16:07:10 UTC
Hallo Wolfgang,
Post by Wolfgang Hauser
Ja, das ist auch bei anderen Sicherungstypen incl. den Automaten im
Haus so. Der Strom im Fehlerfall muß immer wesentlich den Nennstrom
übersteigen, damit die Sicherung schnell anspricht.
Aber nicht bei allen, elektronische z.B. arbieten präzise und wieselflink.

Grüße
Werner
--
* * * * * THEMA SCHMALSPURBAHN * * * * *
http://home.t-online.de/home/werner.falkenbach
mailto:***@t-online.de
Peter Schneider
2004-07-20 12:19:18 UTC
Post by Dirk Flackus
Hallo Arnold,
Post by Arnold Huebsch
Post by Dirk Flackus
Post by Arnold Huebsch
Ich würd da eher zu einem Polyswitch raten. Das sind diese
"elektronischen Sicherungen".
a) zu langsam. Weil die Arbeiten Thermisch und lassen daher "ewige
Zeiten" eine über dem Abschaltstrom liegenden Strom fliessen. Ich
sehe die Dinger als reinen abfackelschutz für die (Zu-) Leitung.
Ich denk' 0,5 Sekunden sollt der Fauli das schon packen oder?
Bei welcher Stromüberhöhung gilt der Zeitwert ?
Ich glaube nicht dass die Zeit für Nennstrom gilt.
15 A ergeben 0,5 Sek (wenn ich beim Ablesen
keine Fehler gemacht habe doppelt logarytmisch)
Ob der Fauli 500 ms den fast 200 Fachen Thermischen
Maxstrom aushält ?
Und ob er den bei Stillstand wirklich erreicht ?
(siehe unten).
Nach den Verbrennungsberichten von Holger, scheinen
die eher empfindlich zu sein.
Ich habe das Datenblatt (short) der RXE 075
75 mA bemüht. Da steht bei 3,75 A dauerts
6,3 Sekunden
Und es sind mindestens 1,5 A nötig um sie zum
Abschalten zu bewegen.
Post by Arnold Huebsch
Post by Dirk Flackus
b) zu ungenau.
Was meinst Du mit ungenau? Will nicht polemisch werden aber wo ist die
Ungenauigkeit bei abschalten?
Ich unterstelle den Dingern ein ähnliches Verhalten wie
Schmelzsicherungen oder magnetischen Sicherungen.
Genau ist z.B. eine elektronische Sicherung die mit OP eine
Spannungsabfall mißt und dann ein FF setzt.(Echte
elektronische Sicherung). Die ist dann auch
schnell (manchmal zu schnell => Anlaufstrom).
Alles andere physikalische dürfte mit dem Strom
bei dem der Abschaltprozess nun wirklich ausgelößt wird
a) im Prozent bereich schwanken
b) sehr von der "Vorgeschichte" abhänig sein. Sprich wenn
ich schon stunden kurz unter dem Maxstrom hänge lößt es
schneller aus als wenn seid Tagen nur Elektronen tröpfeln.
Und von der Umgebungstemperatur.
Post by Arnold Huebsch
Wenn der Motor blockiert dann geht der Strom auf ein vielfaches des
Normalbetriebs. Wenn der Polyswitch zB 100mA kann, und der Motor
blockiert und viel mehr als die 100mA zu ziehen versucht, dann schaltet
der Polyswitch ab.
Ich kenne die Faulis nicht genau. Habe aber aus den Berichten
den Eindruck gewonnen, die Werte von Normalstrom
und "Unangenehm" liegen nah bei einander und trotzdem hat
Abweichung nach oben sofort fatale Folgen. Aber eventuell
überschätze ich da die Gefahren auch.
Post by Arnold Huebsch
Post by Dirk Flackus
c) Speziell bei dem geringen Strom den dr Fauli braucht, dürfte es
zudem schwer sein einen passende Typ zu bekommen.
50mA, 100mA, 170mA, 200mA, 250mA, 300mA .... ja wenn das zu grob gestuft
sein sollte...
für 75 mA ist vielleicht die richtige RXE075. Oder an welche hast du gedacht
?
| Habe mal eben bei Faulhaber die Daten zum 1016 bei 12V rausgesucht.
| Anschluß Widerstand 95 Ohm
| Leerlaufstrom 0,004 Ampere
| Anhaltemoment 0,82 mNm
| Stromkonstante 0,149 A/mNm
| Termisch zulässiger Dauerstrom 0,08 A
Also bräuchte man eine 80 mA Sicherung oder
eine 50 mA und muß sicherstellen, dass der
Betriebsstrom drunter liegt.
| Wenn ich das jetzt richtig sehe fließen beim Mechanischen festhalten des
| Motors: 0,82 mNm * 0,149 A/mNm = 0,122 A
Wobei ich denke, dass die Denke unzulässig ist.
Bei Stillstann gilt wohl das Drehmoment (gemessen) aus dem
Datenblatt.
Die Stromkonstante 0,149 A/mNm dürfte aber eine Aproximation sein die
nur für einen Linearen Teil der Lastkurve gilt. Und Bei Stillstand verlasse
ich diesen Bereich da keine Gegen_EMK mehr entstehen kann.
(Denke ich zumindest mal). Also dürfte Arnold mit dem Vielfachen
Strom recht haben.
Post by Arnold Huebsch
Post by Dirk Flackus
Übrigens sollte man beachten das bei den Multifuses die zulässige
Spannung über der Sicherung begrenzt ist. (Weil das die
Halteverlustleitung beschreibt und die ist begrenzt). Weil das Ding
heizt sich selbst im Kurzschlußfall und bleibt daher hochohmig.
Das Ding funktioniert nicht via Wärme sondern der Stromdichte im
Kristall.
Ok, trotzdem macht das Ding Verlustleitung im abgeschalteten
Zustand. Im Datenblatt für die 75 mA sind das 920 mW.
(Eventuell ist das auch die Leistung bei I max, leider das
PDF zu schnell geschlossen, Die haben so um die 10 Ohm
im offenen Zustand).
Post by Arnold Huebsch
Betriebsspannung ist mit 60V angegeben und sollte auch für die
Grobmotoriker der LGB Fraktion ausreichen :-)
ACK.
Ich wollte nur verhindern, das einer gleich bis auf die Primärseite
seiner Trafos weiterdenkt.
Post by Arnold Huebsch
Meine technischen Angaben hab' ich dem RS Components-Katalog
entnommen. Die findet man auch im WEB, auch da geben die die
technischen Spec einigermaßen brauchbar an.
Das Datenblatt habe ich von RS runtergeladen. Anmelden ist ganz
einfach. Mal sehen was nun nachkommt.
www.rs-components.com
Unter poly switch suchen.
Im Papierkatalog stehen anscheinend nur Tabellenwerte.
(Und keiner weiß so recht wie die Meßmethode definiert ist.)
Ich habe vor den Poly switches schon mal die Diagramme
und Datenblätter für Haushaltssicherungsautomaten
(und AFAIR Schmelzsicherungen auch) vor die Augen
bekommen. War sehr aufschlußreich.
Der Nennstrom war AFAIK eher der Strom bei dem Sicher
noch nicht abgeschaltet wird, wenn er dauern ansteht. Die
Abschaltung brauchte dann doch einiges mehr um sich
durchzuringen.
Die klasischen Sicherungen sollen ja auch die Folgen von
Kurzschlüssen und nicht von Überlast verhindern. Und
Kurzschlüsse erhöhen den Strom dramatisch gegenüber
dem Nennstrom.
In diesem Sinne einen guten Start in die Woche
Wünscht
Dirk Flackus
Rastatt
Hallo Dirk,

zur RXE075 ist Dir ein Kleiner Fehler unterlaufen, sie Hat 0,75A
Nennstrom, nicht 0,075A!!
Ansonsten ist alles ok

Es gibt als durchsteckbares BE die RXE010 mit 100mA Nennstrom, d.h.
bei 0,2A ist der Kipppunkt erst erreicht(+20°C)Schnell schalten diese
BE nur bei hohem Strom ca. 10*Inenn. bei 2-3*Inenn geht es im hohen
Skunden- bis Minutenbereich, -und das STARK abhängig von der
Temperatur
SMD-Typen sind etwas besser wegen der Kleineren Masse.

viele Grüße Peter