Discussion:
Stromabnehmer
(zu alt für eine Antwort)
cbm642
2004-09-19 19:08:15 UTC
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Hallo,

vielleicht hat hier jemand die Antwort auf meine Frage:

Wovon ist es abhängig, ob bei einer E-Lok beide Pantographen ausgefahren
sind oder nicht bzw. der vordere oder der hintere gesehen zur Fahrtrichtung
benutzt wird?
Finde es im Modellbetrieb notwendig, sich am Original zu orientieren.

Greetz, André.
Thomas Gabler
2004-09-19 19:28:11 UTC
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Post by cbm642
Wovon ist es abhängig, ob bei einer E-Lok beide Pantographen ausgefahren
sind oder nicht bzw. der vordere oder der hintere gesehen zur Fahrtrichtung
benutzt wird?
Alle modernen Loks mit Doppelschleifstücken (praktisch alle Nachkriegs-
Elloks) benutzen nur einen Stromabnehmer. Im Normalfall wird der hintere
Stromabnehmer gehoben, damit im Schadensfall die Dachausrüstung nicht
so stark beschädigt wird. Ausnahmen:
- Gefahrengutwagen hinter der Lok (Funkenflug)
- Autos hinter der Lok (Abrieb der Kohle-Schleifleisten macht hässliche
Flecken, die praktisch nicht mehr zu entfernen sind)
- Zweite Lok oder Steuerwagen hinter der Lok (gleicher Grund)

Manche Loks haben zwar mehrere Stromabnehmer, von denen aber nur einer
für die deutsche Oberleitung geeignet ist (z.B. Baureihen 181, 189)

Tom
--
The only problem with troubleshooting is that sometimes the trouble
shoots back
***@gmx.de
http://www.thomas-gabler.de
Martin Schoenbeck
2004-09-19 20:44:07 UTC
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Hallo Thomas,
Post by Thomas Gabler
- Gefahrengutwagen hinter der Lok (Funkenflug)
- Autos hinter der Lok (Abrieb der Kohle-Schleifleisten macht hässliche
Flecken, die praktisch nicht mehr zu entfernen sind)
- Zweite Lok oder Steuerwagen hinter der Lok (gleicher Grund)
Weitere Ausnahme: vereiste Fahrleitung, da können auch mal beide hoch.

Gruß Martin
Jens Schmidt
2004-09-19 21:13:46 UTC
Permalink
Post by Martin Schoenbeck
Post by Thomas Gabler
- Gefahrengutwagen hinter der Lok (Funkenflug)
- Autos hinter der Lok (Abrieb der Kohle-Schleifleisten macht hässliche
Flecken, die praktisch nicht mehr zu entfernen sind)
- Zweite Lok oder Steuerwagen hinter der Lok (gleicher Grund)
Weitere Ausnahme: vereiste Fahrleitung, da können auch mal beide hoch.
Weitere Ausnahme: Mehrsystem-Lok in B oder NL unter 1,5kV oder 3kV DC. Die
höheren Ströme benötigen auch beide Stromabnehmer.
--
Jens Schmidt
André Brandily
2004-09-20 21:26:16 UTC
Permalink
Post by Jens Schmidt
Weitere Ausnahme: Mehrsystem-Lok in B oder NL unter 1,5kV oder 3kV DC. Die
höheren Ströme benötigen auch beide Stromabnehmer.
Experten fahren bei schlüpfrigen Schienen mit dem vorderen
Stromabnehmer, um durch den erhöhten Achsdruck der Entlastung des 1.
Radsatzes entgegenzuwirken und damit die Gefahr des Schleuderns zu
verringern.

mfg
Andre
Joachim Schmid
2004-09-20 21:47:55 UTC
Permalink
Post by André Brandily
Experten fahren bei schlüpfrigen Schienen mit dem vorderen
Stromabnehmer, um durch den erhöhten Achsdruck der Entlastung des 1.
Radsatzes entgegenzuwirken und damit die Gefahr des Schleuderns zu
verringern.
Und natürlich ist dann das Schalten im Nulldurchgang besonders wichtig! ;-)

Joachim
André Brandily
2004-09-20 22:51:40 UTC
Permalink
Post by Joachim Schmid
Und natürlich ist dann das Schalten im Nulldurchgang besonders wichtig! ;-)
Aber latürnich! Jedenfalls solange es noch 141er gibt...
;-)

mfg
Andre
Joachim Schmid
2004-09-21 07:42:55 UTC
Permalink
Post by André Brandily
Post by Joachim Schmid
Und natürlich ist dann das Schalten im Nulldurchgang besonders wichtig! ;-)
Aber latürnich! Jedenfalls solange es noch 141er gibt...
;-)
Hmm, bei der 111 wird bei Umax geschaltet? Verstehe, Thyristor-Schalter!
;-)

Joachim
A.Lange
2004-09-21 04:40:26 UTC
Permalink
Post by André Brandily
Post by Jens Schmidt
Weitere Ausnahme: Mehrsystem-Lok in B oder NL unter 1,5kV oder 3kV DC. Die
höheren Ströme benötigen auch beide Stromabnehmer.
Experten fahren bei schlüpfrigen Schienen mit dem vorderen
Stromabnehmer, um durch den erhöhten Achsdruck der Entlastung des 1.
Radsatzes entgegenzuwirken und damit die Gefahr des Schleuderns zu
verringern.
5 "kg" saollen echt was bewirken?

Gruß
Andreas
--
Meine Modellbahn im Internet
http://www.gillcom.de/modellbahn/modellbahn.htm
Peter Popp
2004-09-21 08:33:57 UTC
Permalink
Post by A.Lange
Post by André Brandily
Post by Jens Schmidt
Weitere Ausnahme: Mehrsystem-Lok in B oder NL unter 1,5kV oder 3kV DC. Die
höheren Ströme benötigen auch beide Stromabnehmer.
Experten fahren bei schlüpfrigen Schienen mit dem vorderen
Stromabnehmer, um durch den erhöhten Achsdruck der Entlastung des 1.
Radsatzes entgegenzuwirken und damit die Gefahr des Schleuderns zu
verringern.
5 "kg" saollen echt was bewirken?
5 kg bewirken nichts, ein ;-) bewirkt jedoch wie die Aussage gemeint
war,

ergänzt
--
Peter Popp
www.peter-popp.de/bahn
Joachim Schmid
2004-09-21 07:43:38 UTC
Permalink
Post by Peter Popp
5 kg bewirken nichts, ein ;-) bewirkt jedoch wie die Aussage gemeint
war,
Hihi, wer Andre kennt, braucht keine Smilies.

Joachim
André Brandily
2004-09-21 09:58:55 UTC
Permalink
Post by Joachim Schmid
Hihi, wer Andre kennt, braucht keine Smilies.
Sorry, bis repetita non placent, aber einmal im Jahr muß das einfach sein.
:-)

mfg
Andre
Peter Popp
2004-09-21 11:41:45 UTC
Permalink
Post by André Brandily
Post by Joachim Schmid
Hihi, wer Andre kennt, braucht keine Smilies.
Sorry, bis repetita non placent, aber einmal im Jahr muß das einfach sein.
:-)
Hallo André,

jeder hat so seine Spässchen, die man bei passender Gelegenheit
anbringt,

meint verständnisvoll
--
Peter Popp
www.peter-popp.de/bahn
A.Lange
2004-09-21 19:41:28 UTC
Permalink
Post by Peter Popp
Post by A.Lange
Post by André Brandily
Post by Jens Schmidt
Weitere Ausnahme: Mehrsystem-Lok in B oder NL unter 1,5kV oder 3kV DC. Die
höheren Ströme benötigen auch beide Stromabnehmer.
Experten fahren bei schlüpfrigen Schienen mit dem vorderen
Stromabnehmer, um durch den erhöhten Achsdruck der Entlastung des 1.
Radsatzes entgegenzuwirken und damit die Gefahr des Schleuderns zu
verringern.
5 "kg" saollen echt was bewirken?
5 kg bewirken nichts, ein ;-) bewirkt jedoch wie die Aussage gemeint
war,
Ja schon Smiley war nicht da und mir sind noch ganz andere Legenden
untergekommen, so daß ich es nicht für ganz abwegig halte, daß ein
Bundesbahner das tatsächlich so gehandhabt hat.

Gruß
Andreas
--
Meine Modellbahn im Internet
http://www.gillcom.de/modellbahn/modellbahn.htm
André Brandily
2004-09-22 14:22:02 UTC
Permalink
Post by A.Lange
Ja schon Smiley war nicht da und mir sind noch ganz andere Legenden
untergekommen, so daß ich es nicht für ganz abwegig halte, daß ein
Bundesbahner das tatsächlich so gehandhabt hat.
Das beste daran ist, daß ein Kollege das tatsächlich versucht hat,
nachdem ihm das einer erzählt hat. Hinterher hat er sich, rasend vor
Zorn, darüber beschwert:

<Zitat>
"Du A...., ich hab das versucht, das bringt ja überhaupt nichts!"
<Zitatende>

Das war vor über 20 Jahren und in Essen lachen wir uns immer noch
kringelig darüber.

mfg
Andre
Michael Lange
2004-09-23 00:59:41 UTC
Permalink
Post by André Brandily
Das beste daran ist, daß ein Kollege das tatsächlich versucht hat,
nachdem ihm das einer erzählt hat. Hinterher hat er sich, rasend vor
<Zitat>
"Du A...., ich hab das versucht, das bringt ja überhaupt nichts!"
<Zitatende>
Ja, und es war auch beliebt, Schlosser-Lehrlinge nach Amboss-Fett zu
schicken, andere durften die Gewichte für die Wasserwaage schleppen ...

Und bei mir war es in der Lehre auch ganz lustig. Wir hatten, ich war
selbst noch Elektriker-Lehrling im letzten Jahr, einen neuen, der
wirklich nicht weit her war. Und bei uns in der Werkstatt standen immer
Sammelbehälter für Kupferschrott und andere Abfälle. Ich habe dann
veranlasst, das er einen Behälter für Spannungsabfälle aufstellt. Und
was soll ich sagen .. die Gesellen wollten es erst nicht glauben, das es
klappt. aber der kam wirklich mit einer leeren Kiste aus dem Lager :-D

Michael
--
Die eMail passt, und wer ehrlich ist, kommt auch durch.
Gelesen wird nur ab und zu.
Peter Popp
2004-09-23 07:45:34 UTC
Permalink
Post by Michael Lange
Post by André Brandily
Das beste daran ist, daß ein Kollege das tatsächlich versucht hat,
nachdem ihm das einer erzählt hat. Hinterher hat er sich, rasend vor
<Zitat>
"Du A...., ich hab das versucht, das bringt ja überhaupt nichts!"
<Zitatende>
Und bei mir war es in der Lehre auch ganz lustig. Wir hatten, ich war
selbst noch Elektriker-Lehrling im letzten Jahr, einen neuen, der
wirklich nicht weit her war. Und bei uns in der Werkstatt standen immer
Sammelbehälter für Kupferschrott und andere Abfälle. Ich habe dann
veranlasst, das er einen Behälter für Spannungsabfälle aufstellt. Und
was soll ich sagen .. die Gesellen wollten es erst nicht glauben, das es
klappt. aber der kam wirklich mit einer leeren Kiste aus dem Lager :-D
rotfl - aber habt ihr ihm auch erklärt, dass Spannungsabfälle nur in
(elektrisch leitenden) Metallbehältern mit Erdung gelagert werden
dürfen,

ergänzt
--
Peter Popp
www.peter-popp.de/bahn
Michael Lange
2004-09-23 20:13:53 UTC
Permalink
Post by Peter Popp
rotfl - aber habt ihr ihm auch erklärt, dass Spannungsabfälle nur in
(elektrisch leitenden) Metallbehältern mit Erdung gelagert werden
dürfen,
Da muß ich dich leider korrigiern. Um die eingesammelten
Spannungsabfälle nicht sofort unbrauchbar zu machen, müssen sie in
zweckdienlichen, gut isolierenden Behältern gesammelt werden. Man sollte
auch verschieden große Behälter aufstellen, und nach Wellenlänge
sortieren, um Qualitätseinbußen der so gesammelten Rohstoffe durch
gegenseitige Auslöschungseffekte vorzubeugen. Gleichspannungsabfälle
müssen natürlich zuvor sorgfältig gefaltet werden, und
Wechselspannungsabfälle, die noch oben aus der Kiste überschwingen, sind
vorsorglich mit dem Amplitudenhobel zu glätten. :-D

So, jetzt sollte mir wieder alles eingefallen sein, was den IQ des
besagten Leerlings heben sollte :-)

Michael
--
Die eMail passt, und wer ehrlich ist, kommt auch durch.
Gelesen wird nur ab und zu.
Peter Popp
2004-09-24 08:50:32 UTC
Permalink
Post by Michael Lange
Post by Peter Popp
rotfl - aber habt ihr ihm auch erklärt, dass Spannungsabfälle nur in
(elektrisch leitenden) Metallbehältern mit Erdung gelagert werden
dürfen,
Da muß ich dich leider korrigiern. Um die eingesammelten
Spannungsabfälle nicht sofort unbrauchbar zu machen, müssen sie in
zweckdienlichen, gut isolierenden Behältern gesammelt werden. Man sollte
auch verschieden große Behälter aufstellen, und nach Wellenlänge
sortieren, um Qualitätseinbußen der so gesammelten Rohstoffe durch
gegenseitige Auslöschungseffekte vorzubeugen. Gleichspannungsabfälle
müssen natürlich zuvor sorgfältig gefaltet werden, und
Wechselspannungsabfälle, die noch oben aus der Kiste überschwingen, sind
vorsorglich mit dem Amplitudenhobel zu glätten. :-D
Hallo Michael,

Danke - wusste ich noch nicht. Wie ist das dann mit längeren
Spannungsüberschlägen, die aus den Behältern rausstehen? Kommt da beim
Transport das gelbe yello-Strom-Fähnchen mit dem roten Blitz ran?

Und: wie recycelt man das Zeug? Durch ein Stromnetz filtern und in
einen Rückleiter einspeisen? oder ist das komplizierter?


fabuliert fröhlich weiter
--
Peter Popp
www.peter-popp.de/bahn
Joachim Schmid
2004-09-24 08:56:24 UTC
Permalink
Post by Peter Popp
Wie ist das dann mit längeren
Spannungsüberschlägen, die aus den Behältern rausstehen? Kommt da beim
Transport das gelbe yello-Strom-Fähnchen mit dem roten Blitz ran?
Das ist auf keinen Fall zulässig. Zu lange Überschläge sind entweder zu
falten oder mittels Thyristor-Chopper passend zu kürzen. Nur
ausnahmsweise kann im Versorgungsbereich von Stadtwerken für den Weg bis
zur nächsten Trafostation ein Überstand geduldet werden. Dieser ist dann
aber mit einem Stadtwappen mit Bild des Oberbürgermeisters deutlich
sichtbar zu kennzeichnen.
Post by Peter Popp
Und: wie recycelt man das Zeug? Durch ein Stromnetz filtern und in
einen Rückleiter einspeisen?
Rückspeisung ist nur in Versorgungsanlagen für Eisenbahnen mit
Nutzbremse und Maßstab > 1:100 zulässig. Ansonsten sind Überschläge
sorgfältig zu lagern und bei der nächsten Sammelschiene abzugeben.

Joachim, vor Lachen schon Bauchweh habend
Peter Popp
2004-09-24 11:34:19 UTC
Permalink
Post by Joachim Schmid
Post by Peter Popp
Und: wie recycelt man das Zeug? Durch ein Stromnetz filtern und in
einen Rückleiter einspeisen?
Rückspeisung ist nur in Versorgungsanlagen für Eisenbahnen mit
Nutzbremse und Maßstab > 1:100 zulässig. Ansonsten sind Überschläge
sorgfältig zu lagern und bei der nächsten Sammelschiene abzugeben.
Wäre vielleicht mal was für Bodo Bach, beim nächsten Wertstoffhof bzw.
Sondermüllsammelstelle anzurufen und danach zu fragen ;-),

amüsiert sich
--
Peter Popp
www.peter-popp.de/bahn
Michael Lange
2004-09-25 01:17:25 UTC
Permalink
Post by Peter Popp
Danke - wusste ich noch nicht. Wie ist das dann mit längeren
Spannungsüberschlägen, die aus den Behältern rausstehen?
Wie ich schon andeutete, besteht bei Gleichspannungsabfällen dringender
Bedarf, diese ordentlich zu falten, da diese ja eine unendlich große
Wellenlänge besitzen. Und bei Wechselspannungsabfällen wie schon gesagt
kräftig mit dem Amplitudenhobel drüber gehen, damit nichts oben raus
schaut. Dann passt das schon.

Was mir auch noch so an nützlichen Werkzeugen einfällt, sind die
3-Phasen-Zange zum anklemmen von Drehstrommotoren. Dann gab es noch die
Nebenschlußklammer, welche in der neueren Ausführung mit
90-Grad-Phasenverschiebungshebel sinnvoller weise auch noch als Ersatz
der früher noch weit verbreiteten, zum Verwechseln ähnlich aussehenden
Reihenschlußklammer dient.

Michael
--
Die eMail passt, und wer ehrlich ist, kommt auch durch.
Gelesen wird nur ab und zu.
Joachim Schmid
2004-09-25 15:24:48 UTC
Permalink
Nebenschlußklammer mit 90-Grad-Phasenverschiebungshebel
Kann man die nicht auch nehmen, um Schukostecker an Drehstrommotoren
anzuschließen?

Joachim
Martin Schoenbeck
2004-09-25 15:42:18 UTC
Permalink
Hallo Joachim,
Post by Joachim Schmid
Nebenschlußklammer mit 90-Grad-Phasenverschiebungshebel
Kann man die nicht auch nehmen, um Schukostecker an Drehstrommotoren
anzuschließen?
Du solltest doch wohl wissen, daß Du dafür 120° brauchst.

Gruß Martin
--
Bitte nicht an der E-Mail-Adresse fummeln, die paßt so.
-------------------------------------------------------
Softwarepatente? Nein, danke. Hier eintragen:
http://petition.eurolinux.org/index_html
Joachim Schmid
2004-09-25 15:49:50 UTC
Permalink
Post by Martin Schoenbeck
Post by Joachim Schmid
Nebenschlußklammer mit 90-Grad-Phasenverschiebungshebel
Kann man die nicht auch nehmen, um Schukostecker an Drehstrommotoren
anzuschließen?
Du solltest doch wohl wissen, daß Du dafür 120° brauchst.
Nöö - 90° holpert zwar etwas, aber es geht. Man "Kondensatormotor".

Joachim, schon wieder erschreckend ernsthaft werdend
Martin Schoenbeck
2004-09-25 17:08:44 UTC
Permalink
Hallo Joachim,
Post by Joachim Schmid
Post by Martin Schoenbeck
Post by Joachim Schmid
Nebenschlußklammer mit 90-Grad-Phasenverschiebungshebel
Kann man die nicht auch nehmen, um Schukostecker an Drehstrommotoren
anzuschließen?
Du solltest doch wohl wissen, daß Du dafür 120° brauchst.
Nöö - 90° holpert zwar etwas, aber es geht. Man "Kondensatormotor".
Also ich bitte Dich. Der Kondensator _ist_ doch der
Phasenverschiebungshebel. ;-)

Gruß Martin
--
Bitte nicht an der E-Mail-Adresse fummeln, die paßt so.
-------------------------------------------------------
Softwarepatente? Nein, danke. Hier eintragen:
http://petition.eurolinux.org/index_html
Joachim Schmid
2004-09-25 17:26:30 UTC
Permalink
Post by Martin Schoenbeck
Also ich bitte Dich. Der Kondensator _ist_ doch der
Phasenverschiebungshebel. ;-)
Spaßverderber! Bist du Ausbildungsmeister? ;-)

Joachim
Martin Schoenbeck
2004-09-25 17:56:35 UTC
Permalink
Hallo Joachim,
Post by Joachim Schmid
Post by Martin Schoenbeck
Also ich bitte Dich. Der Kondensator _ist_ doch der
Phasenverschiebungshebel. ;-)
Spaßverderber! Bist du Ausbildungsmeister? ;-)
Jetzt wollte ich mich hier auch mal an dem Alberthread beteiligen und jetzt
sowas. Nun bin ich beleidigt.

Gruß Martin
--
Bitte nicht an der E-Mail-Adresse fummeln, die paßt so.
-------------------------------------------------------
Softwarepatente? Nein, danke. Hier eintragen:
http://petition.eurolinux.org/index_html
Roger Schwentker
2004-09-26 15:55:25 UTC
Permalink
Post by Martin Schoenbeck
Also ich bitte Dich. Der Kondensator _ist_ doch der
Phasenverschiebungshebel. ;-)
Hilft der auch beim Ertragswinkel?

Gruß
Roger Schwentker
***@regioconnect.net
--
Was ist der Unterschied zwischen einem Politiker und einem Telefonhörer?
Einen Telefonhörer kann man aufhängen, wenn man sich verwählt hat.
[Dieter Nuhr]
Martin Schoenbeck
2004-09-26 17:36:22 UTC
Permalink
Hallo Roger,
Post by Roger Schwentker
Hilft der auch beim Ertragswinkel?
Auf jeden Fall. Zumindest mehr, als diese merkwürdige Bank. ;-)

Gruß Martin
--
Bitte nicht an der E-Mail-Adresse fummeln, die paßt so.
-------------------------------------------------------
Softwarepatente? Nein, danke. Hier eintragen:
http://petition.eurolinux.org/index_html
Joachim Schmid
2004-09-26 17:47:33 UTC
Permalink
Post by Roger Schwentker
Post by Martin Schoenbeck
Also ich bitte Dich. Der Kondensator _ist_ doch der
Phasenverschiebungshebel. ;-)
Hilft der auch beim Ertragswinkel?
Und für MIL-Stecker nimmt man einen Gefreitenwinkel?

Joachim
Markus Hoffmann
2004-09-24 18:27:21 UTC
Permalink
Post by Michael Lange
Ja, und es war auch beliebt, Schlosser-Lehrlinge nach Amboss-Fett zu
schicken, andere durften die Gewichte für die Wasserwaage schleppen ...
Und bei mir war es in der Lehre auch ganz lustig. Wir hatten, ich war
selbst noch Elektriker-Lehrling im letzten Jahr, einen neuen, der
wirklich nicht weit her war. Und bei uns in der Werkstatt standen immer
Sammelbehälter für Kupferschrott und andere Abfälle. Ich habe dann
veranlasst, das er einen Behälter für Spannungsabfälle aufstellt. Und
was soll ich sagen .. die Gesellen wollten es erst nicht glauben, das es
klappt. aber der kam wirklich mit einer leeren Kiste aus dem Lager :-D
Michael
Hehehe...das ist Klasse.
Ich hab mal während meiner Lehrzeit zum Maschinenschlosser einen etwas
unterbelichteten Mitlehrling zur zentralen Werkzeugausgabe geschickt,
um eine Tüte blaue Siemens-Zündfunken Klasse 3 zum Alu-Schweißen zu
holen.Er sollte aber unbedingt drauf achten, daß man ihm die blauen
Siemens-Funken gibt und nicht die hellgrünen von Telefunken! :-)
Nach 2 Stunden kam er wieder und der Meister wollte Antworten :-/
Irgendwann hat der selbe Typ eine Wasserwaage betrachtet und
festgestellt, daß, wenn man die Schutzkappen am Ende abnimmt, Löcher
zu finden sind und an der Unterseite, genau gegenüber vom Glasauge,
eine Körnung war. Ich erklärte ihm dann, daß man die Waage mit der
Körnung auf einen gedrehten Kegel aus Teflon stellt und in die
seitlichen Löcher kommen Stellschrauben mit Eichgewichten rein, damit
man das Luftbläßchen wieder neu kalibrieren kann wenn man die Waage
aus versehen umwirft oder fallen läßt.
Nachdem der Typ den halben Tag verschwunden war (auf der Suche nach
dem Eichset für die Wasserwaage) hat der Meister uns unter Androhung
von Strafe verboten mit dem Typen ein Späßchen zu machen.
So kann man Kreativität auch unterbinden :-(

schönen Abend noch
Markus
A.Lange
2004-09-20 06:03:42 UTC
Permalink
Post by Thomas Gabler
Post by cbm642
Wovon ist es abhängig, ob bei einer E-Lok beide Pantographen ausgefahren
sind oder nicht bzw. der vordere oder der hintere gesehen zur Fahrtrichtung
benutzt wird?
Alle modernen Loks mit Doppelschleifstücken (praktisch alle Nachkriegs-
Elloks) benutzen nur einen Stromabnehmer. Im Normalfall wird der hintere
Stromabnehmer gehoben, damit im Schadensfall die Dachausrüstung nicht
- Gefahrengutwagen hinter der Lok (Funkenflug)
- Autos hinter der Lok (Abrieb der Kohle-Schleifleisten macht hässliche
Flecken, die praktisch nicht mehr zu entfernen sind)
- Zweite Lok oder Steuerwagen hinter der Lok (gleicher Grund)
Manche Loks haben zwar mehrere Stromabnehmer, von denen aber nur einer
für die deutsche Oberleitung geeignet ist (z.B. Baureihen 181, 189)
Sehr schön zusammengefaßt, und von mir noch die Zeit davor:

Die frühen Stromabnehmer hatten nur ein Schleifstück und das bestand aus
Aluminium. Mit diesen schleifstücken war eine Höchstgeschwindigkeit von
120 km/h möglich, allerdimgs feuerten sie dann schon mächtig und
Radioempfang war in der Nähe der Bahnstrecken unmöglich. Um die
Funkenbildung und die Strombelastung der Schleifstücke so niedrig wie
möglich zu halten, wurden beide Bügel angelegt, Loks wie die E 60 und E
61 erhielten Spezialbügel mit zwei Schleifstücken:
Loading Image... (gab es mal von
Sommerfeldt).
Problematisch war auch die Doppeltraktion, drückten doch zwei Loks mit
vier anliegenden Stromabnehmern bei höheren Geschwindigkeiten die
Fahrleitung unzulässig hoch. Teilweise mußte dann die zweite Lok einen
Bügel senken und der Kutscher mußte auch auf die Stromabnahme achten um
Bügel und Flu nicht zu beschädigen.

Als mit der E 04 dann erste Loks mit höheren Geschwindigkeiten da waren,
experimentierte man mit anderen Materialien auf den Schleifstücken, um
1935 mit der E 18 fand man dann Elektrokohle als geeigneten Werkstoff.
Aber erst nach dem Krieg, als auch die Fahrleitung bei den Trennern (wie
hier
Loading Image...)keine
neutralen bzw. isolierten Stücken mehr aufwiesen (sondern so: (wie hier
Loading Image...),
konnten beide Schleifstücke auf einem Bügel vereint werden.

Bei der DR gab es durch die Reparationen keine alten Trenner mehr, bei
der DB wurden sie nach und nach umgebaut, teilweise fuhren die Loks aber
bis zum Ende mit den Einfachschleifstücken rum, wie die E 94 z.B.


Gruß
Andreas
--
Meine Modellbahn im Internet
http://www.gillcom.de/modellbahn/modellbahn.htm
Joachim Schmid
2004-09-20 15:21:03 UTC
Permalink
[Viel Wissenswertes übersprungen]
Die frühen Stromabnehmer hatten nur ein Schleifstück und das bestand aus
Aluminium. Mit diesen schleifstücken war eine Höchstgeschwindigkeit von
120 km/h möglich, allerdimgs feuerten sie dann schon mächtig und
Radioempfang war in der Nähe der Bahnstrecken unmöglich.
Dazu kam, dass die frühen Fahrleitungsbauarten zu unelastisch waren und
bei höheren Fahrgeschwindigkeiten zum Springen des Stromabnehmers
führten - auch deshalb waren immer beide oben, um Abreißfunken und
Stromunterbrechungen zu vermeiden.
Loks wie die E 60 und E
Nach meiner Kenntnis waren diese Doppelschleifstücke vorhanden, um die
von dir erwähnten Fahrdrahttrenner mit isoliertem Bereich überbrücken zu
können. Man befürchtete, dass die Loks bei langsamer Rangierfahrt sonst
auf dem Trenner stehen bleiben könnten. Nach dem von dir erwähnten Umbau
der Trenner bekamen sie dann normale Einfach-Schleifstücke. Wegen
Fahrgeschwindigkeit und Strombedarf brauchten sie keine 2 Abnehmer,
siehe auch E 69.

Joachim
A.Lange
2004-09-20 20:40:29 UTC
Permalink
Post by Joachim Schmid
[Viel Wissenswertes übersprungen]
Die frühen Stromabnehmer hatten nur ein Schleifstück und das bestand aus
Aluminium. Mit diesen Schleifstücken war eine Höchstgeschwindigkeit von
120 km/h möglich, allerdings feuerten sie dann schon mächtig und
Radioempfang war in der Nähe der Bahnstrecken unmöglich.
Dazu kam, dass die frühen Fahrleitungsbauarten zu unelastisch waren und
bei höheren Fahrgeschwindigkeiten zum Springen des Stromabnehmers
führten - auch deshalb waren immer beide oben, um Abreißfunken und
Stromunterbrechungen zu vermeiden.
Das Kettenwerk der Bauart SSW mit nachgespanntem Hilf- und Tragtragseil
war elastisch genug, um da auch schneller zu fahren, Ende der 20er
wurden aber die nachgespannten Tragseile festgelegt. Für Schlesien, mit
Geschwindigkeiten bis 85 km/h reichte das auch völlig aus.

Weiter wäre noch zu erwähnen, daß die Alu-Schleifstücke wesentlich
leichter waren als die späteren Schleifstücke mit Elektrokohle. Da diese
Kohle sehr weich und brüchig war, brauchte man einen speziellen
Schleifstückträger, der die Masse und damit die Trägheit der Palette
erhöhte. Damit wurde plötzlich deutlich, daß die Elastizität der alten
Flu-Anlagen nicht mehr ausreichte und das von Dir erwähnte Springen zum
Problem wurde.

Und noch ein bißchen Theorie: :-)

Die Fahrdrahthöhe beträgt normalerweise 5750 mm, bis 120 km/h wird mit
einem Vordurchhang von etwa 25 - 45 mm gearbeitet. je nach Feldlänge,
das bedeutet etwa 1 cm je Hänger, bei einem Hängerabstand von 7 m. An
den Stützpunkten ist die Aufhängung härter, in Feldmitte am weichesten,
im Idealfall drückt der Bügel den Fahrdraht so hoch, daß die Palette
eine ideale Linie bei 5,80 m hält. Bei höheren Geschwindigkeiten kann
das Kettenwerk bis zu 20 cm hochgedrückt werden, die Palette "schwimmt
auf" und drückt mit höheren Geschwindigkeiten stärker gegen den
Fahrdraht und erhöht damit die Abnahmesicherheit.
Die Einholmstromabnehmer habe eine Vorzugsrichtung, bei der der
"Fahrtwind" den Andruck optimiert, bei den DR-Loks mit der offenen Seite
nach vorn.
Post by Joachim Schmid
Loks wie die E 60 und E
Nach meiner Kenntnis waren diese Doppelschleifstücke vorhanden, um die
von dir erwähnten Fahrdrahttrenner mit isoliertem Bereich überbrücken zu
können. Man befürchtete, dass die Loks bei langsamer Rangierfahrt sonst
auf dem Trenner stehen bleiben könnten. Nach dem von dir erwähnten Umbau
der Trenner bekamen sie dann normale Einfach-Schleifstücke. Wegen
Fahrgeschwindigkeit und Strombedarf brauchten sie keine 2 Abnehmer,
siehe auch E 69.
Soweit Zustimmung, ich kenne aber auch Aussagen aus irgendwelchen
Fachzeitschriften, in denen die Doppelschleifstücke als vorteilhaft
hinsichtlich geringerer Strombelastung der einzelnen Schleifstücke und
damit längerer Haltbarkeit beschrieben werden. Man bezog sich da auch
auf die Erfahrungen mit den Stromabnehmern der Bauart "Hamburg", die
zwar insgesamt untauglich waren, aber schleifstückmäßig ganz brauchbar.


Gruß
Andreas
--
Meine Modellbahn im Internet
http://www.gillcom.de/modellbahn/modellbahn.htm
tobias b köhler
2004-09-27 12:15:36 UTC
Permalink
Post by A.Lange
Die Einholmstromabnehmer habe eine Vorzugsrichtung, bei der der
"Fahrtwind" den Andruck optimiert, bei den DR-Loks mit der offenen Seite
nach vorn.
In der praxis werden einholmstromabnehmer jedoch so konstruiert, dass
das aerodynamische verhalten in beide richtungen annähernd gleich ist.
Siehe ICE 1 mit beiden stromabnehmern am fahrdraht - mal so, mal so ....

Wie die stromabnehmer am dach angeordnet sind, hängt mit der anordnung
der restlichen dachausrüstung zusammen (platzausnutzung so, dass das
schleifstück nahe der drehgestell-drehachse ist, um im bogen seitlich
nicht zu sehr auszuschwenken).

Um der lichtbogenbildung aufgrund "springender" stromabnehmer
entgegenzuwirken, gibt es bei fahrleitungsbauarten für höhere
geschwindigkeiten folgende maßnahmen:

* Nachspannung von fahrdraht und tragseil, um eine temperaturunabhängige
konstanz der fahrdrahthöhe zu erreichen
* Y-beiseil an den masten, damit die elastizität des systems am mast und
in der mitte des feldes ungefähr gleich wird
* Höhere vorspannung des fahrdrahts; dies bedingt neue, zugfestere
kupferlegierungen
* Verringerte höchstabstände zwischen den masten.

Die nachspannung von fahrdraht und tragseil (vollnachgespannte
oberleitung) verlangt schwenkbare ausleger, wie sie bei alten
oberleitungsbauarten (DRG-mast mit gebogenem ausleger, SBB-mast mit
fester tragseilstütze) noch nicht vorhanden waren.
Post by A.Lange
Soweit Zustimmung, ich kenne aber auch Aussagen aus irgendwelchen
Fachzeitschriften, in denen die Doppelschleifstücke als vorteilhaft
hinsichtlich geringerer Strombelastung der einzelnen Schleifstücke und
damit längerer Haltbarkeit beschrieben werden. Man bezog sich da auch
auf die Erfahrungen mit den Stromabnehmern der Bauart "Hamburg", die
zwar insgesamt untauglich waren, aber schleifstückmäßig ganz brauchbar.
Wie sah ein stromabnehmer der bauart "Hamburg" aus?
--
tobias benjamin köhler ____________________________________ ***@uncia.de
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A.Lange
2004-09-27 16:16:37 UTC
Permalink
Post by tobias b köhler
Post by A.Lange
Die Einholmstromabnehmer habe eine Vorzugsrichtung, bei der der
"Fahrtwind" den Andruck optimiert, bei den DR-Loks mit der offenen Seite
nach vorn.
In der praxis werden einholmstromabnehmer jedoch so konstruiert, dass
das aerodynamische verhalten in beide richtungen annähernd gleich ist.
Siehe ICE 1 mit beiden stromabnehmern am fahrdraht - mal so, mal so ....
Hier muß das ja auch so sein. die 243 hat aber noch eine
Vorzugsrichtung. Und ICE-Bügek sind aus Alu, dermaßen flatterig daß man
nur mal mit dem Jackenzipfel hängenbleiben muß und schon ist das
Schleifstück irreparabel beschädigt.
Post by tobias b köhler
Um der lichtbogenbildung aufgrund "springender" stromabnehmer
entgegenzuwirken, gibt es bei fahrleitungsbauarten für höhere
* Nachspannung von fahrdraht und tragseil, um eine temperaturunabhängige
konstanz der fahrdrahthöhe zu erreichen
AEG ab 1914.
Post by tobias b köhler
* Y-beiseil an den masten, damit die elastizität des systems am mast und
in der mitte des feldes ungefähr gleich wird
In den Vereinheitlichten Bauarten ab 1926, zuerst mit 7m-Beiseil und
echter Y-Aufhängung, ab 1935 etwa dann mit doppelter (YY) aufhängung und
12m-Enden, inzwischen sind die Beiseile doppelt so lang und man kommt
optisch irgendwann in die Nähe der SSW-Bauart mit Hilfstragseil.
Post by tobias b köhler
* Höhere vorspannung des fahrdrahts; dies bedingt neue, zugfestere
kupferlegierungen
Hast Du die Masse der Gewichtssäulen?
Post by tobias b köhler
* Verringerte Höchstabstände zwischen den masten.
Nicht so beliebt. Eingeschränkte Sicht und hoher Stahlverbrauch. Um
Stahl zu spraen, ging die DR Ost von 6000 mm Fdh auf 5750 mm runter.
Post by tobias b köhler
Die nachspannung von fahrdraht und tragseil (vollnachgespannte
oberleitung) verlangt schwenkbare ausleger, wie sie bei alten
oberleitungsbauarten (DRG-mast mit gebogenem ausleger, SBB-mast mit
fester tragseilstütze) noch nicht vorhanden waren.
In Querfeldern schon eher, die Gasrohrausleger der SSW von 1922 wurden
beim Ersatz der Glockenisolatoren nach 1929 auch schwenkbar angeordnet.
Post by tobias b köhler
Post by A.Lange
Soweit Zustimmung, ich kenne aber auch Aussagen aus irgendwelchen
Fachzeitschriften, in denen die Doppelschleifstücke als vorteilhaft
hinsichtlich geringerer Strombelastung der einzelnen Schleifstücke und
damit längerer Haltbarkeit beschrieben werden. Man bezog sich da auch
auf die Erfahrungen mit den Stromabnehmern der Bauart "Hamburg", die
zwar insgesamt untauglich waren, aber schleifstückmäßig ganz brauchbar.
Wie sah ein stromabnehmer der bauart "Hamburg" aus?
Häßlich.
Ähnlich wie bei der Straßenbahn. Einfache (Gitter)-konstruktion ohne
Gelenk, lediglich das Schleifstück ist beweglich. Können nur in eine
Richtung angelegt werde, gezogen. Ich finde nicht wirklich ein Bild im
Netz davon, aber folgende Fahrzeuge hatten den drauf
E.T. 551/552 bis 669/670,
wenigstens eine der EV der Hafenbahn.

Eine daraus entwickelte Bauart hatten
die 10502 (spätere ES2) und die
EG 509/510.

Letztere ist die Fehlkonstruktion, die für die BLS gebaut wurde, von
denen aber nicht erworben, von der KPEV als Gelegenheit gekauft und auf
der Oranienburger Oberbauversuchsstrecke rumgurkte. Kam dann nach Halle
und wurde nach der Betreibseinstellung 1914 verschrottet.

Gruß
Andreas
--
Meine Modellbahn im Internet
http://www.gillcom.de/modellbahn/modellbahn.htm
tobias b köhler
2004-09-27 16:48:22 UTC
Permalink
Post by A.Lange
Post by tobias b köhler
* Höhere vorspannung des fahrdrahts; dies bedingt neue, zugfestere
kupferlegierungen
Hast Du die Masse der Gewichtssäulen?
leider nein. Ab Re 250 wurde auf stahl- statt betongewichte
übergegangen. Eventuell ist in zeitgenössischen berichten zu den ICE-V
rekordfahrten etwas zu finden - dafür wurde nämlich extra mehr gewicht
aufgelegt, was allerdings zu einer unzulässigen längung der fahrdrähte
führte, so dass diese nach dem versuch komplett ausgetauscht werden
mussten (so weit ich micht erinnern kann) ....
Post by A.Lange
Post by tobias b köhler
* Verringerte Höchstabstände zwischen den masten.
(auch ab Re 250, so weit ich weiß max. 60 m)
Post by A.Lange
Nicht so beliebt. Eingeschränkte Sicht und hoher Stahlverbrauch. Um
Stahl zu spraen, ging die DR Ost von 6000 mm Fdh auf 5750 mm runter.
Wenn jemand eine voll nachgespannte windschiefe oberleitung hinbekäme,
könnte auch viel stahl gespart werden .... ich kenne da so manchen
mastenwald an kurvenreichen strecken.

Ebenfalls ab Re 250: fünf- statt dreifeldrige nachspannstrecken. Warum
das genau, bin ich überfragt. Vielleicht geht der stromabnehmer sanfter
von einer oberleitung auf die andere über - aber das dürfte auch hier im
mittleren feld passieren ....
--
tobias benjamin köhler ____________________________________ ***@uncia.de
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"-o---o-""-oo----oo-""-o---o-""-oo---oo-""o"O-OO-OO-O"o""o"O-OO-OO-O"o"_
Knut Ochdorf
2004-09-27 18:32:05 UTC
Permalink
Post by tobias b köhler
Post by A.Lange
Nicht so beliebt. Eingeschränkte Sicht und hoher Stahlverbrauch. Um
Stahl zu spraen, ging die DR Ost von 6000 mm Fdh auf 5750 mm runter.
Wenn jemand eine voll nachgespannte windschiefe oberleitung hinbekäme,
könnte auch viel stahl gespart werden .... ich kenne da so manchen
mastenwald an kurvenreichen strecken.
Dagegen half auch der Bogenabzug, scheint mittlerweile auch aus der Mode
gekommen zu sein.
Post by tobias b köhler
Ebenfalls ab Re 250: fünf- statt dreifeldrige nachspannstrecken. Warum
das genau, bin ich überfragt. Vielleicht geht der stromabnehmer sanfter
von einer oberleitung auf die andere über - aber das dürfte auch hier im
mittleren feld passieren ....
So soll es sein. Es soll damit die Fahrdrahtneigung verringert werden
und damit ein sanfteres Übergleiten bewirken.

Knut
Klaus von der Heyde
2004-09-28 06:16:20 UTC
Permalink
Post by Knut Ochdorf
Dagegen half auch der Bogenabzug, scheint mittlerweile auch aus der Mode
gekommen zu sein.
In Brühl (bei Köln) gibt es einen, der noch nicht mal einen mast hat,
sondern am bahnhofsgebäude befestigt ist.

Wer das mal nachbauen will... ;)
Klaus

A.Lange
2004-09-27 21:16:30 UTC
Permalink
Post by tobias b köhler
Post by A.Lange
Post by tobias b köhler
* Höhere vorspannung des fahrdrahts; dies bedingt neue, zugfestere
kupferlegierungen
Hast Du die Masse der Gewichtssäulen?
leider nein. Ab Re 250 wurde auf stahl- statt betongewichte
übergegangen.
Stahl kenne ich aber auch von der DR aus den 80ern. Die Betongewichte
haben 25 Kg (24 Gewichte bei Ri80, 26 Gewichte bei Ri100), die
Stahlgewichte 40 Kg und wurden bei Platzproblemen verbaut.
Post by tobias b köhler
(auch ab Re 250, so weit ich weiß max. 60 m)
DR so um die 70, 80 Meter; in Schlesien 100 m, gab Probleme mit dem
Windabtrieb. Wurden Zwischenmaste, also bessere Bogenabzüge gestellt,
zwischen Königszelt und Breslau war dann der Mastabstand 120 Meter.
Post by tobias b köhler
Ebenfalls ab Re 250: fünf- statt dreifeldrige nachspannstrecken. Warum
das genau, bin ich überfragt. Vielleicht geht der stromabnehmer sanfter
von einer oberleitung auf die andere über - aber das dürfte auch hier im
mittleren feld passieren ....
Naja.
Dreifeldrige Nachspannung: Am zweiten Stützpunkt liegen die Fahrdrähte
auf +15 und -30, Höhenunterschied ist 25 (alles in cm), am dritten
Stützpunkt liegt das ganze bei +30 und -15, der Fahrdraht auf "15" ist
befahren. Parallel laufen die Fahrdrähte in Feldmitte zwischen zwei
Hängern auf vielleicht 3 bis 5 Meter. Die Vorschubwelle ist bis 120 km/h
etwa 3 m lang, da kann es chon passieren, daß der Übergang nicht so
optimal ist.

Fünffeldrige Nachspannung:
1. Stützpunkt - Radspanner
2. Stützpunkt - +15, -30
3. Stützpunkt - +25, -20
4. Stützpunkt - +20, -25
5. Stützpunkt - +30, -15
6. Stützpunkt - Radspanner

Also laufen die Fahrdrähte über 60 Meter parallel, der Übergang ist
sauber. (Die Zahlen müssen nicht stimmen, ich habe die aktuellen
DB-Werte nicht, ist alles reichsbahnartig)


Gruß
Andreas
--
Meine Modellbahn im Internet
http://www.gillcom.de/modellbahn/modellbahn.htm
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